Interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Bereichen Diabetes- und Hypertoniemanagement

Laut Aerzteblatt.de findet vom 10. bis 11. November im Kongresszentrum Rosengarten in Berlin eine Konferenz statt, die sich der gemeinsamen Diskussion der Probleme von Diabetes und Bluthochdruck durch die Teilnehmer des 11. Herbstkongresses der Deutschen Diabetes-Gesellschaft und der Teilnehmer des 41. Wissenschaftlichen Kongresses der Deutschen Hochdruckliga widmet. Da diese beiden Krankheiten eng miteinander verbunden sind, sollte die interdisziplinäre Zusammenarbeit zu einem wirksamen Vorgehen gegen diese beiden Krankheiten beitragen.

Zahlreiche Workshops befassen sich mit der Diskussion allgemeiner Aspekte von Diabetes, Bluthochdruck und Nierenerkrankungen, insbesondere des Problems der Prävention und der Korrelation zwischen ihnen. „Diese beiden Krankheiten sind eng miteinander verbunden und haben viel gemeinsam“, betont Monica Keller, die Vorsitzende der Konferenz. Beide Pathologien sind sogenannte „silent killers“: sie haben eine lange asymptomatische Periode, die zu einer großen Zahl nicht registrierter Fälle führt, verursachen innere Verletzungen und stellen wichtige Risikofaktoren bzgl. der Entwicklung von akuten Koronarsyndrom bzw. vom Schlaganfall dar.

Die Spezialisten beider Disziplinen veranstalten weiterhin ein Symposium in Mannheim. Einer der Hauptdiskussionspunkte wird die Behandlung von schwer zu kontrollierenden Hypertonie sein. Valter Zidek, Ärztlicher Direktor der Charité-Klinik für Nephrologie, Endokrinologie und Transplantationsmedizin, weist darauf hin, dass eine Behandlung von Patienten ohne eine genaue Diagnose sich unkontrolliert in die Länge ziehen kann, wobei eine große Menge an Ressourcen verbraucht wird und es keinerlei zu einem für den Patienten gewünschten Ergebnis führt. Auch viele Erkrankungen der Nieren und des endokrinen Systems können sich aufgrund der schwer kontrollierbaren Hypertonie entwickeln, so dass eine wirksame Therapie dieser Krankheit der Grundpfeiler der modernen Medizin ist.

Begleiterkrankungen wie Nierenversagen, metabolisches Syndrom, obstruktives Schlafapnoe-Syndrom machen das Therapiemanagement schwieriger.

Insofern sind der Bedarf an qualifizierten Spezialisten in den interdisziplinären Zentren und die Schaffung gemeinsamer digitaler Algorithmen von enormer Wichtigkeit.