Gastroenterologische Diagnostik

Gastroenterologische Diagnostik
  • Anamneseerhebung
  • Ultraschall Abdomen
  • Magenspiegelung / Ösophagogastroduodenoskopie
  • Darmspiegelung
  • Helicobacter Pylori Test
  • Histologische Untersuchung der Proben aus dem Magen und Duodenum
  • Befundbesprechung und Empfehlungen

Statistisch gesehen, leiden mehr als 90% der Bevölkerung der entwickelten Länder an der einen oder anderen Erkrankung des Magen-Darm-Traktes. Dabei sind bösartige Neubildungen des Magen-Darm-Trakts eine der heimtückischsten Krebsarten. Insbesondere ist der kolorektale Krebs führend in der Statistik bei den Krankheiten mit tödlichem Ausgang.

In den letzten fünf Jahren ist die Inzidenz und Prävalenz dieser Art von Pathologie in Deutschland jedoch signifikant zurückgegangen. Der Grund für diesen Rückgang sind die umfangreichen Präventionsmaßnahmen, die im Gesundheitswesen in den letzten Jahren in diesem Bereich durchgeführt wurden. So schlossen die Krankenkassen in 1977 einen Test auf okkultes Blut im Stuhl in die Liste der akkreditierten medizinischen Untersuchungen ein; im Jahr 2002 wurde präventive Koloskopie eingeschlossen; im Jahr 2017 eine immunologische Koproologie usw.

Folgende Statistiken belegen die hohe Wirksamkeit des präventiven gastroenterologischen Screenings: In Deutschland wurden in den Jahren 2003-2012 4,4 Millionen präventive Koloskopien durchgeführt, 180.000 Adenome im präkanzerösen Stadium wurden im Rahmen der Untersuchung gefunden und entfernt, 40.000 maligne Tumore wurden entdeckt, die in frühen Stadien behandelt werden konnten.

Infolgedessen wurden gastroenterologischen Untersuchungen zum obligatorischen Bestandteil aller umfassenden Vorsorgeprogramme in PRADUS. Neben einer detaillierten Anamnese umfasst die standardisierte gastroenterologische Untersuchung eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane, eine Ösophagogastroduodenoskopie, eine Koloskopie (ggf. einschließlich Entfernung von Polypen), Gewebehistologie und einen Heliobacter-Pylori-Test.

Selbstverständlich kann die gastroenterologische Untersuchung entsprechend der individuellen Anamnese optimiert werden.